Und doch, trotz Zweifeln an seiner tatsächlichen Wirksamkeit, hatte dieses Tape seine Sternstunde. In den 80er und 90er Jahren war es allgegenwärtig. Einfach zu installieren, preiswert, fast unsichtbar… Es bot ein bisschen ein “Extra”, wenn auch hauptsächlich psychologisch. Es war ein bisschen so, als würde man eine Plastiktischdecke auf einen schönen Holztisch legen: nicht unbedingt notwendig, aber es fühlte sich sicher an.
Ein Heilmittel gegen Übelkeit? Nicht sehr überzeugend…
Einige Verkäufer behaupteten sogar, dass dieses Armband die Reisekrankheit verhindern kann, indem es elektromagnetische Wellen neutralisiert. Ein gut präsentiertes Marketing-Argument, aber ohne verlässliche wissenschaftliche Grundlage. Das hielt jedoch Tausende von Autofahrern nicht davon ab, ihre Autos damit auszustatten, in der diskreten Hoffnung, dass es ihren Kindern die Fahrt erleichtert oder Kopfschmerzen vorbeugt. Kleiner Tipp: Erwarten Sie keine Wunder.
Warum verschwand er von der Straße?
Die Antwort lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Modernität, Effizienz und Ästhetik. In heutigen Autos werden Materialien verwendet, die den Aufbau elektrostatischer Aufladungen auf natürliche Weise reduzieren. Hinzu kommt, dass das schlanke, aufgeräumte Design solche sichtbaren Details unter dem Chassis nicht mehr berücksichtigt. Seien wir ehrlich, in einer Luxuslimousine sieht es nicht sehr elegant aus …
Ein Hauch von Nostalgie, der bleibt
Und doch… Wir sehen sie immer noch von Zeit zu Zeit bei älteren Autos. Aus Gewohnheit, aus Sympathie oder vielleicht einfach nur wegen des Retro-Charmes. Denn tief im Inneren ist dieser Streifen auch ein Symbol: für eine Zeit, in der jedes Detail zählte, in der die Menschen sich sorgsam um ihr Auto kümmerten, in der Familienausflüge eine ganz neue Dimension bekamen.
Wenn Sie sich an diese Momente erinnern möchten, sollten Sie wissen, dass diese Armbänder immer noch online oder in einigen Fachgeschäften erhältlich sind. Sie sind vielleicht nicht revolutionär, aber sie können Sie zum Lächeln bringen. Und manchmal ist es mehr als genug.